Badische Zeitung 2015

Der Wilde Westen auf dem Eichberg

Die Trachtenkapelle Schuttertal hat ihrem Waldfest ein neues Konzept verpasst.

Das Waldfest der Trachtenkapelle Schuttertal hat am Wochenende unter einem strahlend blauen Himmel viele Besucher an den Eichberg gelockt. Einen großen Erfolg landete der Musikverein mit dem neuen Konzept für den Samstagabend. Die Idee, die sonst übliche Disco-Veranstaltung durch Livemusik zu ersetzen, stieß auf große Begeisterung und auf durchweg positive Stimmen aus den Besucherreihen.

 Rund 400 Gäste füllten das Zelt beim Wild Wald Fest, um die Countryband Southbound zu erleben. „Der neue Weg bedeutete ein gewisses Risiko, das sich aber mehr als gelohnt hat“, lautete das Fazit des Vorsitzenden Arnold Schultheiß.

Den frischen Wind im Festkonzept der Trachtenkapelle konnte man schon bei Betreten des Zelts am idyllischen Eichberg spüren. Die Dekoration war ganz auf den Wilden Westen ausgerichtet mit einer nachempfundenen Saloon-Atmosphäre im Thekenbereich, mit geschmückten alten Wagenrädern und Pferdegeschirren. Countrystyle war beim Personal ebenso angesagt wie bei einem großen Teil der Besucher, die mit Westernhüten, markanten Stiefeln oder Hemden erschienen. Linedancer-Gruppen aus dem Elsass, vom Bodensee oder aus der Region bereicherten mit ihren typisch synchronen Tanzformationen das Bild und Ambiente. Kaum hatten die fünf Southbound-Musiker um den Bandleader Hans Enderle und die Sängerin Andrea Dieterle die ersten Stücke aufgespielt, da waren schon die ersten Tanzpaare auf der Bühne zu sehen. Das sollte den ganzen Abend so bleiben, denn die Band traf den Nerv des Publikums und spielte eine exzellente und tanzbare Countrymusik. Mit „Jambalaya“ von Emmylou Harris, „On the road again“ der Countrygröße Willie Nelson, „Ridin’ the rodeo“ und vielen anderen Klassikern aus dem Genre lieferten die Musiker ein breites Spektrum.

Ein Markenzeichen waren die Sängerin und der mehrstimmige Gesang; die Steel Guitar und Mundharmonika gaben der traditionellen amerikanischen Musik noch den typischen Schliff. Aus den Reihen der Trachtenkapelle kam außerdem eine eigens einstudierte Linedance-Einlage mit gut 30 Mitwirkenden. Die 400 Gäste genossen den Abend, der mit Partymusik von DJ Maxi & Timon ausklang.

Am Sonntag steht die Blasmusik im Mittelpunkt

Der Sonntag stand im Zeichen des traditionellen Festes mit einem Frühschoppenkonzert des Musikvereins Altdorfs. Das Nachmittagsprogramm gestalteten das Vororchester der Trachtenkapelle, die Flötengruppe und die Tanzgruppen des Turnvereins. Geballte Stimmkraft gab es am Abend mit dem Männergesangverein Schuttertal, gefolgt von einem Konzert des Musikvereins Windschläg. Am Montag rundeten ein Handwerkervesper, umrahmt vom Musikverein Reichenbach das dreitägige Fest ab.

Das Fazit von Vorstandsmitglied Arnold Schultheiß fiel positiv aus: „Wir haben mit dem Countryabend ein gutes Händchen gehabt und vor allem viel mehr Gäste. Es kam viel Lob von den Besuchern, auch für den Mut, mit dem neuen Konzept ein Risiko einzugehen“. Schultheiß betonte, dass man die Ideenfindung für eine neue Veranstaltung an sechs junge Mitglieder übergeben hatte, die letztlich eine tolle Arbeit geleistet hätten. Für den Kontakt zur Band sei der ehemalige Dirigent Ossy Fahrner verantwortlich gewesen. „Wir halten an diesem Konzept fest. Die Leute dürfen sich schon auf das kommende Jahr freuen.“